Über Uns

Projekthintergrund: Fairer Handel & Rhein.Main.Fair

 

Fairer Handel

… „ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte Produzent/innen und Arbeiter/innen – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung. Fair Handels-Organisationen engagieren sich – gemeinsam mit Verbraucher/innen – für die Unterstützung der Produzent/innen, die Bewusstseinsbildung sowie die Kampagnenarbeit zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels.“[1]

 

Der Faire Handel hat den Weg bereitet, der die VerbraucherInnen ermutigt und befähigt hat, die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Konsequenzen ihres Kaufverhaltens wahrzunehmen. Wir wollen dazu beitragen, dieses Bewusstsein durch Kampagnen, Aktionen und Schulungsveranstaltungen in der R.M.F Metropolregion auszubauen.

 

Was ist die Fairtrade Town Kampagne[2]

Fairtrade-Towns fördern gezielt den Fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich für den Fairen Handel in ihrer Heimatstadt stark machen. Und das nicht ohne Grund, denn das Thema Fairer Handel liegt im Trend: In Deutschland wächst zunehmend das Bewusstsein für gerechte Produktionsbedingungen, sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen.

Auf kommunaler Ebene spielt der Faire Handel in allen gesellschaftlichen Bereichen eine wichtige Rolle, zunehmend auch bei der öffentlichen Beschaffung.

Die Fairtrade-Towns Kampagne bietet:

  • Startschuss für ein faires, nachhaltiges Engagement in Ihrer Kommune
  • Übernahme sozialer Verantwortung
  • Positionierung als innovative und weltoffene Stadt oder Region
  • Anstoß für interessante Projekte neuer Kooperationspartner
  • Vorbildfunktion für Bürgerinnen und Bürger
  • Umsetzung von Aktivitäten im Rahmen der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs)
  • Impuls für das Thema nachhaltige Beschaffung
  • Teilhabe am Netzwerk bestehender Fairtrade-Towns
  • Internationale Vernetzung mit über 2200 Fairtrade-Kommunen in über 26 Ländern

Zahlen & Fakten zum Thema, vgl. Grafiken[3]

 

Ausgangspunkt & Arbeitsschwerpunkte

Die FTT-Kampagne ist der Kern unserer Bemühungen und Aktivitäten in den nächsten 12 Monaten. Wir betrachten das Erreichen der R.M.F-Zertifizierung als erste wichtige Stufe auf einer langen Treppe in Richtung Nachhaltigkeit, deren Ende wir mit dem Umsetzen der SDGs 2030 hoffentlich näher gekommen sind. Aktuell gibt es in der Metropolregion Rhein.Main.Fair 51 Städte & Gemeinden und 2 Landkreise, die als Fairtrade Towns zertifiziert wurden. Weitere Gebietskörperschaften befinden sich zur Zeit auf dem Wege. Wir starten mit einer Zielerreichung von 54%, d.h. Einwohnern, die in der Metropolregion schon in Fairtrade Towns leben, brauchen aber wenigstens 67%, um als Fairtrade-Region zertifiziert zu werden.

Fairer Welthandel & Fluchtursachen[4]

Entwicklungsminister Gerd Müller hat angesichts der wachsenden Flüchtlingsströme in der Welt mehr Fairness und Gerechtigkeit zugunsten der ärmeren Länder gefordert. „Statt Freihandel müssen wir einen Fairhandel schaffen“ und im Welthandel eine global ausgleichende Gerechtigkeit zwischen armen und reichen Ländern zu fördern.

Nötig sei eine globale Partnerschaft, ein Interessenausgleich zwischen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern, schrieb er im „Handelsblatt“. Müller führte an, dass 20 Prozent der Menschheit derzeit 80 Prozent der Ressourcen verbrauchten. Zudem litten unter dem Klimawandel gerade die besonders, die dazu am wenigsten beigetragen hätten. Wenn diese Ungleichgewichte nicht korrigiert würden, drohten weitere Flüchtlingsbewegungen.

Das sei auch im Interesse Europas, erklärte er weiter. Denn dort, wo Hunger und Elend, Ausbeutung, Verteilungskämpfe und Krieg herrschten und es keine Perspektive gebe, verließen die Menschen das Land und gingen dahin, wo Wohlstand und Freiheit herrschten. Europa aber könne nicht all diese Menschen aufnehmen.

In der Metropolregion Rhein-Main zuhause

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Diese Grafik zeigt den aktuellen Stand der zertifizierten Fairtrade-Towns im der Metropolregion Rhein-Main auf. 

Kritisch auf das große Ganze hinweisen

Vor dem bisher skizzierten Hintergrund soll die Etablierung einer Fairen Metropolregion dazu beizutragen, bis 2030 die Ziele für Nachhaltige Entwicklung [5] (SDGs) umzusetzen:

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[1] FINE-Grundlagenpapier Fairer Handel, 2001/ https://www.forum-fairer-handel.de/fairer-handel/definition/

[2] https://www.fairtrade-towns.de/fairtrade-towns/was-sind-fairtrade-towns/

[3] Grafiken von Forum Fairer Handel – https://www.forum-fairer-handel.de/fairer-handel/zahlen-fakten/

[4]https://www.euractiv.de/section/entwicklungspolitik/news/entwicklungsminister-muller-will-mit-fairem-handel-fluchtlingskrisen-vermeiden/

[5] Quelle: https://www.wri.org/sites/default/files/uploads/SDGs-GlobalGoalsForSustainableDevelopment-05.jpg